Unabhängig

Bürgernah

 

 


Auf dieser Seite werde ich Fragen beantworten, die mir unterwegs "begegnen".

Rerum cognoscere causas (Vergil, Georgica)

Der Dinge Grund erkennen - dies ist nicht nur der Leitspruch der Berliner Zeitung "Tagesspiegel", auch ich habe ihn mir zu Eigen gemacht. Denn erst wenn ich weiß, wo die Ursache zu suchen ist, kann ich Lösungen finden.

Was kann der Einzelne bewirken?
Ich liebe Herausforderungen und habe gemerkt, dass ich selbst größere Probleme für den Bürger lösen kann. Dies waren auch Probleme, wo gestandene Politiker mir von Anfang an keine Chance auf Erfolg eingeräumt hatten.
Ich habe einfach vermisst, dass die Volksvertreter, die ich gewählt hatte, bei Problemen im Wahlkreis nicht ansprechbar waren. Auch aus dieser Erfahrung heraus habe ich die Dinge selbst in die Hand genommen, mit den Verantwortlichen aus Wirtschaft oder den Ministerien verhandelt bzw. Anträge gestellt.

Zivilcourage, Engagement gepaart mit konzeptionellem Denken sowie Zielstrebigkeit im Verbund mit Gleichgesinnten - das bringt's, auch nach einer Wahl

Auf ein Wort...
Das war, das kommt - Rückblick und Vorausschau  

Im Jahr 2009 hat der Bürgerverein wie in den Jahren zuvor mehr als 100 öffentliche Veran­staltun­gen für den Bürger abgehalten bzw. Termine wahrgenommen. Dabei hat sich der Bürgerverein in den unter­schied­lichsten Bereichen für den Bürger und Neudorf an sich engagiert.

Dies waren:

-        Sicherheit und Parkraumsituation

-        Bebauungspläne Neudorf (Carstanjensgelände, McDrive, Sportpark)
Nach den intensiven Bemühungen um die Lärmsanierung im Süden Neudorfs lag seit 2005 ein weiterer Scherpunkt im Bereich des Ostbahnhofs, der Neudorfer-, Neuen Fruchtstraße sowie auch beim Ludgeriplatz und der Ludgeristraße.

- Die  für die Anwohner der Neudorfer Straße oft sehr unbefriedigende Situation um Internetcafés versuchte der Bürgerverein mit der Polizei und dem Ordnungsamt anzugehen.

- Mit dem Planungsamt der Stadt, der Bahn AG, Bahnstationsmanagement und Aurelis wurde besprochen, was sich im direkten Bahnhofsumfeld Ost ändern lässt. Hier muss auch die Gesamtsanierung des Hauptbahnhofs abgewartet werden.

Schwerpunkt Lärmsanierungen – Im Frühjahr erhielt der Bürgerverein aus dem Büro der Bundestagsabgeordneten Petra Weis, sowie vom NRW-Konzernchef die Bestätigung, dass die komplete Lärmsanierung Neudorf in einer Gesamtlänge von rund 1,6 Kilometer Länge gesichert sei. Einziger Wermutstropfen ist die Umsetzung der Maßnahme erst im Jahr 2011. Das aber hängt mit der sehr umfangreichen Gutachtenerstellung sowie weiterer intensiver Vorabmaßnahmen (Taktfolge der Züge bei den Bauarbeiten) ab.

Im Detail kam für Duisburg-Neudorf die Lärmsanierung mit aktivem (Lärmschutzwände) sowie passivem Lärmschutz (Giebel, Fenster) in den Bereichen Kammerberg (inklusive Spielplatz und Vereinsgelände von TuRa 88 Duisburg), entlang der Mozartstraße bzw. der Mozartschule bis hin zur Waldstraße – auch die Straußsiedlung einbeziehend - sowie der Bereich Steinbruchstraße, Waldhornstraße und Lotharstraße (in Neudorf als „Alte Lotharstraße“ bezeichnet).

McDrive Ecke Neue Fruchstraße/Koloniestraße

Ende Mai erfuhr der Bürgerverein recht exklusiv, dass es nichts wird mit der schon fast beschlossenen Umwandlung des Areals der ehemaligen Gaststätte Rupp in ein Anfahr-Betrieb von McDonald`s Deutschland. Was nun passiert ist noch offen, da das Gelände nach Ratsbeschluss für den Gastronomischen Bereich ausgewiesen wurde.

Berufskolleg Mitte – Carstanjensgelände
Nach vielen Diskussionen nicht nur hier in Neudorf sieht der Vorstand des Bürgervereins es so, dass vielschichtige Gründe dafür sprechen, den Standort Bebauungsplan Nr. 1084 - Neudorf  "Neues Berufskolleg Mitte" in Frage zu stellen. Die von der Verwaltung aufgeführten Begründungen zu den Einlassungen der Bürger/Anwohner für den Standort Carstanjens sind zwar zum großen Teil nachvollziehbar, indes kann man das auch anders angehen.

Der Standort "Aurelis-Areal" am Güterbahnhof scheint erheblich geeigneter.
Wer die Umwelt geringer belasten will, wer den ÖPNV stärken möchte und wer unnötige Belastungen in einem guten Wohnquartier vermeiden möchte und sogar Abriss von Wohnungen (Ankerstraße 8 - 10) verhindern kann, der muss zwangsläufig den Vorteil der Bahnareals sehen. Die Bezirksvertretung Mitte und der Rat der Stadt blieben beim Carstanjensgelände. Baubeginn noch in diesem Jahr, die Fertigstellung ist für den September 20100 vorgesehen. Dann wird es wie vor Jahren rund um die Ludgerikirche auch hier eine Parkraumbewirtschaftung geben.

Wir sehen es so, dass im sogenannten Schnellimbissbereich Zuwächse erzielt werden, wenn täglich zwischen 3500 und 500 Menschen das neue Berufszentrum ansteuern. Wir befürchten aber, dass dadurch die Menschen, die als Kurzpark Dienstleister wie Handwerk, Apotheken, Schuhmacher, Reinigungen  oder des täglichen Bedarfs mit erheblichen Einbußen rechnen könnten, da sich diese „Kurzparker“ andere Nebenzentren suchen werden. Von der dann ganz engen Parkraumgeschichte ganz zu schweigen, denn noch lange wird die Psychologie des verknappten Gutes Parkraum nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Masse, die Neudorf ansteuert auf das nicht optimale ÖPNV-Angebot umsteigt.
 

Bürgerverein stifte zwei Bänke und eine Infosäule für die Oststraße

Durch die zwei aufwendig erstellten Neudorfer Chroniken, mit Produktionskosten in Höhe von 48.000 Euro, konnten aus den Erlösen 18.000 Euro an Spenden erwirtschaftet werden. Hiervon gingen Beträge an Grundschüler, die Gesamtschule Duisburg-Mitte, die Tafel und an TuRa 88. Auf der Oststraße wurden zwei Bänke im Wert von 2.500 Euro aufgestellt.

2.880 Euro werden für das Grundschulprojekt 2000 Mozartschule bereitgestellt. 500 Euro werden derGGS Hebbelstraße für Regale zugute kommen.
5.000 Euro wird der BV Neudorf für Kinderspielgeräte sowie 3.500 Euro für eine 2,15 Meter große und 1,15 Meter breite Infotafel auf der Oststraße zur Verfügung stellen.
Weiterhin hat der Bürgerverein die Patenschaft für das Areal des zukünftigen Haldenparks im Sportpark Duisburg übernommen.

In Kooperation mit dem Verein "WÜNSCH-DIR-WAS" aus Köln, möchte der Bürgerverein demnächst Kinderträume erfüllen will.

Zusammengehörigkeit  -  für und mit den Bürgern Vereinen, Institutionen und Unternehmen Neudorfs

In diesem Jahr war der Bürgerverein bei zwei Festen auf der Straße aktiv mit eingebunden, zweimal sogar sozusagen organisatorisches Rückgrat. Am Samstag, den 6. Juni wollte der Bürgerverein mit der evangelischen Gemeinde und den Schulen Hebbel- und Mozartstraße gemeinsam neues leben auf dem Neudorfer Markt bringen, Die Überschrift des Tages lautet: Es ist niemand ertrunken. Kalt war`s und der Dauerregen vermieste alles. Sechs Wochen später beim gemeinsamen – nun schon dritten - Straßenfest mit dem Johanniter-Seniorenstift der Wildstraße gab es strahlenden Sonnenschein du einen steten Besucherstrom – auch aus vielen anderen Stadtteilen.

Anfang Mai gab eine ganz besondere Aktion mit bundesweitem Charakter. Die katholische Kirche und hier der Bund der katholischen Jugend hatte zu einer 72-Stunden-Hilfeakltion aufgerufen.

Zu diesen Aktionen gehörte auch der Vorschlag des Bürgervereins, die optisch schlimme Güterzugunterführung an der Steinbruchstraße aufzupeppen. Nach Genehmigung bei DB Netz dies tatsächlich tun zu dürfen wurde zunächst mit Hilfe von Neudorfs Malermeister Jörg Runge und dessen Mitarbeitern der Tunnel mit Hochdruck gereinigt, was einen ganzen Vormittag in Anspruch nahm. Dann ging es mit den vom Malermeisterbetrieb gestifteten Farben mit den Jugendlichen der Gemeinde St. Ludger sowie dem Duisburger Künstler Nacir Chemao und dem Bürgerverein ans Werk. Nun sind Motive aus der Stadt, Neudorfs und Portraits von Anwohnern zu sehen, wurde kurzerhand auch einige Garagen farblich erheblich verschönert. Seitdem hat der Tunnel so etwas wie Kultstatus, staunen Besucher, was mit einfachen Mitteln aber Ideen und viel Einsatz möglich ist.

Um den immer schlimmer wütenden Graffittiwahn keine Angriffsfläche zu bieten, stiftete der Bürgerverein einen Speziallack.

 

Wahrnehmungen nach der Wahl

Duisburg, September 2009 - "Glückwunsch zu eurer Eroberung eines Rats- und Bezirksmandates!" Dies war tatsächlich ein nicht wenig gehörter Satz nach der Wahl. Zugegeben, wir hatten uns etwas mehr ausgerechnet. Das aber brachte in seiner unnachahmlich sachlichen Art Duisburgs Chef der Statistik und Wahlanalyse German Bensch klar auf den Punkt: "Ich hatte die BL gar nicht auf der Rechnung. Ihr habt tatsächlich zu meinem Erstaunen eine völlig neue Wählerschicht aus der Taufe gehoben und dabei auch nicht der einen oder anderen Partie etwas weggenommen", erklärte er sinngemäß.
Das war auch Sicht des neutralen Beobachters die echte Überraschung, was aber ganz subjektiv gesehen die ersten Empfindungen nicht übertünchen konnte. Aber mittel- und langfristig ist das nun doch eine Art Verantwortung, die man - spricht so der Politiker eigentlich generell? - auf sich nehmen sollte. Es gilt an den Willen des Wählers anzuknüpfen und die Aufbauarbeit, die nach Gründung bzw. Zulassung der BL durch das Gericht und Zulassung durch den Wahlleiter ja erst 2007 der Fall war, nun mit realer und vor allem verständlicher Politik auszubauen.

Ich persönlich halte es da ganz exakt mit dem viel zitierten Dachdecker: Schauen was der Kunde (Bürger) will bzw. braucht und dann fachgerecht umsetzen. Soll heißen: Bei entsprechenden Sachthemen den politischen Partner suchen, der das mit uns umsetzen kann. Die BL ist kein Wurmfortsatz von Partei x oder y, sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nöte und Sorgen der Bürger zu artikulieren und nach Lösungen zu suchen. Deshalb von dieser Stelle noch einmal der Dank an diejenigen die meinen, das wir tatsächlich etwas im Sinne der Bürger umsetzen können. Das gilt!

 

Wahrnehmungen im Duisburger Wahlkampf  

Warum machen Sie das? – Diese Frage wird oft gestellt und es gibt darauf nicht nur eine Antwort. Mein Spruch: Ich bohre gern die dicksten (politischen) Bretter für die Menschen, die sich nicht zu helfen wissen oder eben nicht wissen, wie man das anstellt.

Ergo bin ich unnachgiebig gegen Institutionen oder Menschen, die mit Dünkel behaftet den Bürger im Regen stehen lassen. Hartnäckig am Ball bleiben, wenn es Missstände gibt, die offenkundig sind, ist meine Devise.

Es macht doch richtig Sinn, wenn man sich für Kinder, sein direktes Umfeld oder für Menschen mit Behinderung einsetzt – und dann auch noch Erfolg hat. Das man da unterwegs schon mit dem einen oder anderen Politiker aneinander gerät liegt in der Natur der Sache, ist niemals böse gemeint. Aber es muss schon was für den Bürger herausspringen.

 

Man muss es auch einem durchaus an Politik interessiertem Bürger näher bringen: Es hat am 6. Juli 1999 ein Verfassungsgerichtsurteil gegeben, dass die 5-Prozent-Klause verfassungswidrig ist. Das ist nun einmal Gesetz. Da können einige etablierte Partien schreien wie sie wollen. Zu unrecht – wie gelesen. Und dabei sehen wir hier in NRW noch richtig schlecht aus gegenüber den Bundesländern im Süden. In Bayern und Baden-Württemberg ist das mit den Freien Wählern eine schon im den Köpfen der Bürger eingepflanzte Sache. 2004 hatten diese beiden südlichen Länder rund 40 Prozent der Stimmen bei den Freien verzeichnen können. Bei uns in NRW waren es schlappe 9 Prozent, in Duisburg nur die Hälfte. Sind die dort aktiver oder schlauer oder einfach mehr an Politik interessiert?

 

Dabei gibt es nun genug Bürger wie ich, die mitten aus der Bürgerschaft – also aus einem Bürgerverein heraus – mehr und direkt für die Mitmenschen tun wollen.

Und das soll schlecht sein?

Gestern war eine Podiumsdiskussion angesagt, wobei Kollege Johan von der WAZ als Moderator seine Sache richtig gut gemacht hat.

Bei unseren Infoständen kommt einiges rum. So hatte ich binnen zwei Stunden im Bereich des Münzplatzes zwei Aha-Erlebnisse der ganz persönlichen Art.

Traf ich doch im Gespräch mit einer älteren Dame aus Kasslerfeld auf Nachbarn der Freundin meiner verstorbenen Mutter. Etwas später zwei Damen, bei denen ich vor langer Zeit als kleiner Knirps gewohnt hatte. Das macht Spaß. 

 

Stand: 16.03.11