Leitlinien in Hinblick für kommende Generationen,
des demografischen Wandels und
der aktuellen Haushaltssituation
...
dafür machen wir uns stark!
Aktive und nachhaltige Gestaltung der Verbesserung der Lebens-,
Wohnumfeld- und Arbeitsumstände
Es geht um Gestaltungsvorschläge im Umfeld einer Wohnanlage, einer Straße
oder gar einer ganzen Siedlung/Quartier wie diese mit Leben gefüllt werden.
Kinderspielplätze, Orte der Beschaulichkeit oder des täglichen Lebens
sollten in Form einer Marktplatzsituation in das Wohnumfeld eingebunden
werden.
Konsolidierung des Haushaltes
Ohne einen ausgeglichen Haushalt sind die Aufgaben in der Zukunft nicht
lösbar. Die Entwicklung einer Stadt hängt von der Daseinsvorsorge und
Sicherung der Infrastruktur ab.
Eingehen eines „lokalen Bündnisses“ für unsere Familienbetriebe, dem
heimischen Einzelhandel und mittelständischen Betrieben sowie „neutrale
Toleranz“ zur Großindustrie, Logistik- und Transportunternehmen
Heimischer Handel und Dienstleistungen sind es, die zum einen die Bürger
wohnortnah versorgen, zum anderen aber auch Arbeitsplätze in der Nähe des
Lebensmittelpunktes sichern können.
In Hinsicht auf weiter steigende Energiepreise und Klimawandel ist dieser
lebensnahe Bereich verstärkt zu unterstützen.
Arbeitsplätze bietende Großunternehmen jeglicher Art sind grundsätzlich zu
unterstützen. Eine aggressive Politik der Ablehnung ist wenig hilfreich, die
Zukunft sichern zu können. Allerdings soll die Kommunalpolitik mit Augenmaß
expandierende Unternehmen begleiten. Reserveflächen aufbrauchende
Investitionen sind akzeptabel, wenn Flächen- und Energieverbrauch im
vertretbaren Verhältnis zur Arbeitsplatzschaffung stehen.
Sicherung der Nahversorgung (Grundnahrungsmittel, Ärzte, Krankenhäuser,
Schulen, KiTas, Kindergärten, Senioreneinrichtungen und angemessenen
ÖPNV-Strukturen) der Bevölkerung auch in Hinsicht auf eine soziale und
familienfreundliche Stadtplanung einbezogen die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf
Zukünftige
Kommunalpolitik muss der schwindenden Mobilität der älter werden Bevölkerung
Rechnung tragen. Ansiedlungen von Vollversorgern müssen Priorität
gegenüber Discountern haben. Die „lebenswerte Infrastruktur“ ist mit der
verstärkten Schaffung von KiTas, Kindergärten, Ärztezentren und
Senioreneinrichtungen zu unterstützen. Ein guter ÖPNV ist die zukünftige
Mobilitätsader der älteren Generation und der finanziell Schwächeren. Der
ÖPNV muss die stärkere Nutzung der Bevölkerung durch Verteuerung der
Brennstoffe als Chance sehen.
Aufbereitung einer Investitionslandschaft zur Bestandssicherung von
Wohneinheiten in der Stadt und Schaffung von lebenswerten, lebendigen und
liebenswürdigen Stadtteilen.
Ohne funktionierende
Quartiere kann kein Wohnungsbestand auf Dauer gesichert werden. Die Politik
und die Wohnungswirtschaft sind gefordert, die Voraussetzungen zu schaffen,
den Wohnwert eines Quartiers zu erhalten bzw. zu erhöhen.
Familienfreundlichkeit muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass die
Ruhebedürftigkeit Älterer eingeschränkt wird. Auflockerung von Wohnbebauung
sowie Ergänzung mit Grün sollte wie ein Stellplatz vorgeschrieben sein.
Kommunen sollten Richtlinien analog zum deutschen Mietergesetz erarbeiten,
die auch ausländische Investoren (Aufkäufer) ganzer Siedlungen zur Umsetzung
dieser Vorgaben anhält. ISA-Prinzip (Investieren, Sanieren, Absichern)
Den innerstädtischen Quell- und Zielverkehr zukünftig insgesamt
flüssiger zu organisieren und Durchgangsverkehr zu reduzieren, um Lärm- und
Schadstoffe in den Wohnquartieren zu minimieren, Sicherung der Schulwege,
Förderung des Fuß- und Fahrradverkehrs
Die Ansätze der
Verkehrsplanung in Duisburg sind akzeptabel, aber nicht ausreichend. Es muss
gelingen die Beweglichkeit der Bürger zu den hiesigen Arbeitstätten und von
ihm favorisierten Einkaufs-, Kultur und Erholungszentren flexibel ansteuern
zu können.
Politik der Gemeinsamkeit mit ausgeprägtem Integrationscharakter
Quartiersentwicklungsprozesse in Gang setzen – auf Nutzungsmischung achten
Innerstädtische beziehungsweise innenstadtnahe verdichtete Quartiere wie in
Duisburg mit zudem nicht modernisierter Bausubstanz und deutlich
unterdurchschnittlicher Umweltqualität sind die Problemfelder.
Es handelt es sich um "Quartiere, in denen sich private Investoren oder
sogar Wohnungsgesellschaften seit langem nicht mehr engagieren und
Stadterneuerungsprozesse nicht in Gang gekommen sind.
Das führt zu schlechter, hoch verdichtete Bausubstanz, fehlenden Grün- und
Freiflächen, Immissionsbelastungen, Gewerbebrachen mit Altlasten,
Beeinträchtigung durch Verkehrsstraßen und -lärm, Mangel an
Gemeinschaftseinrichtungen und fehlender Zukunftsperspektiven".
Diese Quartiere werden wegen der mangelhaften Attraktivität und der
ausbleibenden Entwicklungsimpulse von aufstrebenden jüngeren Familien nach
und nach verlassen. Meist sind Haushalte mit sehr begrenzter
wirtschaftlicher Leistungskraft sowie geringem Integrationsvermögen
Nachrücker.
In diesen Wohnsiedlungen mit wenig individueller Architektur, fehlender
Nutzungsmischung und unzureichender sozialer Infrastruktur ist die 'Spirale
nach unten' zum Teil optisch wahrnehmbar. Da fällt es Bewohnern schwer, sich
mit ihrem Quartier zu identifizieren. Ferner fehlt eine selbsttragende
lokale Wirtschaft und es mangelt an nahegelegenen Arbeitsplätzen. Was bleibt
sind "Schlafviertel" ohne urbanes Leben.
Fördern innovativer Schulträgerschaft
Kommunen dürfen bei personellen, baulichen, organisatorischen und vor allem
finanziellen Problemen nicht allein gelassen werden.
Hier ist Unterstützung angesagt:
- Selbständige Schule in kommunaler Verantwortung
- Finanzierung von Schulsozialarbeit
- Betreuungsleistungen in Ganztagsschulen
- Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund
- Gebäudebewirtschaftung von Schulanlagen
- Demographische Entwicklungen und ihr Einfluss auf den Erhalt und die
Konkurrenz von Schulstandorten berücksichtigen
- Moderate Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen unterstützen
- Privatisierung von Schulen
- mehr Lehrer einstellen