Leitlinien in Hinblick für kommende Generationen,
                       des demografischen Wandels und der aktuellen Haushaltssituation
 


      

    ... dafür machen wir uns stark!
 

 

  1. Aktive und nachhaltige Gestaltung der Verbesserung der Lebens-, Wohnumfeld- und Arbeitsumstände 
    Es geht um Gestaltungsvorschläge  im Umfeld einer Wohnanlage, einer Straße oder gar einer ganzen Siedlung/Quartier wie diese mit Leben gefüllt werden. Kinderspielplätze, Orte der Beschaulichkeit oder des täglichen Lebens sollten in Form einer Marktplatzsituation in das Wohnumfeld eingebunden werden.
     

  2. Konsolidierung des Haushaltes
    Ohne einen ausgeglichen Haushalt sind die Aufgaben in der Zukunft nicht lösbar. Die Entwicklung einer Stadt hängt von der Daseinsvorsorge und Sicherung der Infrastruktur ab. 
     

  3. Eingehen eines „lokalen Bündnisses“ für unsere Familienbetriebe, dem heimischen Einzelhandel und mittelständischen Betrieben sowie „neutrale Toleranz“ zur Großindustrie, Logistik- und Transportunternehmen 

    Heimischer Handel und Dienstleistungen sind es, die zum einen die Bürger wohnortnah versorgen, zum anderen aber auch Arbeitsplätze in der Nähe des Lebensmittelpunktes sichern können.

    In Hinsicht auf weiter steigende Energiepreise und Klimawandel ist dieser lebensnahe Bereich verstärkt zu unterstützen.

    Arbeitsplätze bietende Großunternehmen jeglicher Art sind grundsätzlich zu unterstützen. Eine aggressive Politik der Ablehnung ist wenig hilfreich, die Zukunft sichern zu können. Allerdings soll die Kommunalpolitik mit Augenmaß expandierende Unternehmen begleiten. Reserveflächen aufbrauchende Investitionen sind akzeptabel, wenn Flächen- und Energieverbrauch im vertretbaren Verhältnis zur Arbeitsplatzschaffung stehen.

     

  4. Sicherung der Nahversorgung (Grundnahrungsmittel, Ärzte, Krankenhäuser, Schulen, KiTas, Kindergärten, Senioreneinrichtungen und angemessenen ÖPNV-Strukturen) der Bevölkerung auch in Hinsicht auf eine soziale und familienfreundliche Stadtplanung einbezogen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

    Zukünftige Kommunalpolitik muss der schwindenden Mobilität der älter werden Bevölkerung Rechnung tragen. Ansiedlungen von Vollversorgern müssen Priorität gegenüber Discountern haben. Die „lebenswerte Infrastruktur“ ist mit der verstärkten Schaffung von KiTas, Kindergärten, Ärztezentren und Senioreneinrichtungen zu unterstützen. Ein guter ÖPNV ist die zukünftige Mobilitätsader der älteren Generation und der finanziell Schwächeren. Der ÖPNV muss die stärkere Nutzung der Bevölkerung durch Verteuerung der Brennstoffe als Chance sehen.
     

  5. Aufbereitung einer Investitionslandschaft zur Bestandssicherung von Wohneinheiten in der Stadt und Schaffung von lebenswerten, lebendigen und liebenswürdigen Stadtteilen.

    Ohne funktionierende Quartiere kann kein Wohnungsbestand auf Dauer gesichert werden. Die Politik und die Wohnungswirtschaft sind gefordert, die Voraussetzungen zu schaffen, den Wohnwert eines Quartiers zu erhalten bzw. zu erhöhen. Familienfreundlichkeit muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Ruhebedürftigkeit Älterer eingeschränkt wird. Auflockerung von Wohnbebauung sowie Ergänzung mit Grün sollte wie ein Stellplatz vorgeschrieben sein. Kommunen sollten Richtlinien analog zum deutschen Mietergesetz erarbeiten, die auch ausländische Investoren (Aufkäufer) ganzer Siedlungen zur Umsetzung dieser Vorgaben anhält.  ISA-Prinzip (Investieren, Sanieren, Absichern)
     

  6. Den innerstädtischen Quell- und Zielverkehr zukünftig insgesamt flüssiger zu organisieren und Durchgangsverkehr zu reduzieren, um Lärm- und Schadstoffe in den Wohnquartieren zu minimieren, Sicherung der Schulwege, Förderung des Fuß- und Fahrradverkehrs

    Die Ansätze der Verkehrsplanung in Duisburg sind akzeptabel, aber nicht ausreichend. Es muss gelingen die Beweglichkeit der Bürger zu den hiesigen Arbeitstätten und von ihm favorisierten Einkaufs-, Kultur und Erholungszentren flexibel ansteuern zu können
     

  7. Politik der Gemeinsamkeit mit ausgeprägtem Integrationscharakter
    Quartiersentwicklungsprozesse in Gang setzen – auf Nutzungsmischung achten 


    Innerstädtische beziehungsweise innenstadtnahe verdichtete Quartiere wie in Duisburg mit zudem nicht modernisierter Bausubstanz und deutlich unterdurchschnittlicher Umweltqualität sind die Problemfelder.
    Es handelt es sich um "Quartiere, in denen sich private Investoren oder sogar Wohnungsgesellschaften seit langem nicht mehr engagieren und Stadterneuerungsprozesse nicht in Gang gekommen sind.
    Das führt zu schlechter, hoch verdichtete Bausubstanz, fehlenden Grün- und Freiflächen, Immissionsbelastungen, Gewerbebrachen mit Altlasten, Beeinträchtigung durch Verkehrsstraßen und -lärm, Mangel an Gemeinschaftseinrichtungen und fehlender Zukunftsperspektiven".
    Diese Quartiere werden wegen der mangelhaften Attraktivität und der ausbleibenden Entwicklungsimpulse von aufstrebenden jüngeren Familien nach und nach verlassen. Meist sind Haushalte mit sehr begrenzter wirtschaftlicher Leistungskraft sowie geringem Integrationsvermögen Nachrücker.
    In diesen Wohnsiedlungen mit wenig individueller Architektur, fehlender Nutzungsmischung und unzureichender sozialer Infrastruktur ist die 'Spirale nach unten' zum Teil optisch wahrnehmbar. Da fällt es Bewohnern schwer, sich mit ihrem Quartier zu identifizieren. Ferner fehlt eine selbsttragende lokale Wirtschaft und es mangelt an nahegelegenen Arbeitsplätzen. Was bleibt sind "Schlafviertel" ohne urbanes Leben. 
     

  8. Fördern innovativer Schulträgerschaft

    Kommunen dürfen bei personellen, baulichen, organisatorischen und vor allem finanziellen Problemen nicht allein gelassen werden.

    Hier ist Unterstützung angesagt:
    - Selbständige Schule in kommunaler Verantwortung
    - Finanzierung von Schulsozialarbeit
    - Betreuungsleistungen in Ganztagsschulen
    - Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund
    - Gebäudebewirtschaftung von Schulanlagen
    - Demographische Entwicklungen und ihr Einfluss auf den Erhalt und die Konkurrenz von Schulstandorten berücksichtigen
    - Moderate Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen unterstützen
    - Privatisierung von Schulen
    - mehr Lehrer einstellen
     

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